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Dass die gesetzliche Rente immer weniger ausreicht, um im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, ist mittlerweile fast eine Binsenweisheit. Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung erzwingen geradezu ein im Zeitablauf sinkendes Rentenniveau. Vielen Bundesbürgern, die nicht ausreichend privat vorgesorgt haben, droht daher Altersarmut.

Belastend kommt hinzu, dass die gesetzliche Rente zu versteuern ist. Die steuerpflichtigen Rentenanteile werden schrittweise jedes Jahr angehoben. Wer dieses Jahr in den Ruhestand geht, muss bereits 76 Prozent seiner Jahresbrutto-Rente versteuern, bei einem Renteneintritt 2040 werden es 100 Prozent sein. Durch den Steuerabzug wird der Teil der Rente, der zum Leben übrig bleibt, zusätzlich beschnitten.

 

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Aktien – fast immer rentierlicher als „klassisches“ Sparen

Private Vorsorge tut also Not, um die Rentenlücke zu schließen und Altersarmut zu vermeiden. Leider setzen viele dabei immer noch auf verzinsliche, vermeintlich sichere Anlagen wie Sparbücher, Bank-Sparpläne oder Lebensversicherungen. Dies, obwohl die Zinsen sich nahezu am Nullpunkt bewegen und auch kein Ende der Niedrigzinsphase in Sicht ist. Erst jetzt hat EZB-Chef Mario Draghi wieder betont, dass die Euro-Notenbank mindestens bis Mitte 2019 an der Nullzinspolitik festhalten wird.

Dabei gibt es durchaus rentierliche Alternativen. Wer langfristig und systematisch in Aktien investiert, erreicht mit großer Wahrscheinlichkeit eine deutlich höhere Rendite als mit verzinslichen Anlagen. Legt man – für die Altersvorsorge nicht unrealistische – 40-Jahreszeiträume zugrunde, so hätten Anleger bei einem DAX-Investment in allen Vier-Dekaden-Zeiträumen seit 1968 eine durchschnittliche jährliche Rendite Renditen zwischen 6,9 Prozent und 7,7 Prozent erzielt. Das konnte auch in besten Zinszeiten kein Sparbuch bieten.

Mit Dividendenwerten gezielt Vermögen aufbauen

Wer bei Aktien trotzdem das Risiko von Kursschwankungen fürchtet, sollte auf eine Dividendenstrategie setzen. Darunter versteht man den gezielten Kauf dividendenstarker Aktien. Sehr oft handelt es sich dabei um solide Werte, hinter denen Unternehmen mit breiter Aufstellung und einem erprobten Geschäftsmodell stehen. Auch das verspricht Sicherheit ebenso wie Dividendenkontinuität. Durch die regelmäßige Dividende lassen sich die Aktienerträge wesentlich besser kalkulieren als bei Aktien, bei denen vor allem auf Kursgewinne gesetzt wird. Tatsächlich ist es mit einer solchen Dividendenstrategie möglich so etwas wie eine „Dividenden-Rente“ zu realisieren, eine regelmäßige Dividenden-Zahlung im Alter als Zusatz-Rente.

Beim Vermögensaufbau unterschätzen viele Anleger den Zinseszinseffekt – den Vermögenseffekt, der sich durch die Wiederanlage zwischenzeitlich erzielter Kapitalerträge ergibt. Der Zinseszinseffekt sorgt dafür, dass Rendite-Unterschiede bei Geldanlagen im Zeitablauf zu einem immer größeren Auseinanderklaffen des erzielten Endvermögens führt. Erst im Zeitablauf zeigen sich so die dramatischen Auswirkungen einer suboptimalen Anlagestrategie.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht den Unterschied

Ein einfaches Beispiel mag das verdeutlichen. Unterstellt sei eine Einmalanlage von 20.000 Euro – einmal in eine verzinsliche „Spar“-Anlage mit 1,5 Prozent Zinsen, einmal in eine Aktienanlage mit einer Dividendenrendite von 3 Prozent und einer Kursrendite von 3,5 Prozent, zusammen also 6,5 Prozent. Während des Anlagezeitraums sollen Erträge (Zinsen, Dividenden) immer wieder in die gleiche Anlage investiert werden, um einen „Zinseszinseffekt“ zu erzielen.

Bei der Sparanlage ergibt sich nach 20 Jahren ein Endvermögen von 26.937 Euro, der Vermögenszuwachs beträgt 6.937 Euro. Bei der Aktienanlage beträgt das Endvermögen 70.473 Euro, das Vermögen hat sich um 50.473 Euro erhöht, also um mehr als siebenmal so viel. Würde man bei der Sparanlage danach die jährlichen Zinserträge als „Zusatzrente“ verbrauchen, stünden – bei 1,5 Prozent-Verzinsung – dafür 405 Euro pro Jahr zur Verfügung, beim Vermögensaufbau mit Dividendenstrategie alleine 2.114 Euro aus Dividenden. Der weitere Vermögenszuwachs durch steigende Kurse ist dabei nicht einmal berücksichtigt.

Die Annahmen in dem Beispiel sind natürlich idealtypisch. So müssen Dividenden nicht immer konstant sein und Kurse können schwanken. Dennoch wird daraus deutlich, warum eine Dividendenstrategie dem herkömmlichen Sparen überlegen ist. Der Rendite-Unterschied und der Zinseszinseffekt sind entscheidende Faktoren beim Vermögensaufbau zur Bekämpfung der Altersarmut.

Bis dahin

Dein Julian Böhnisch

 

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