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Coca-Cola ist unbestritten eine starke Marke. Seit 1892 produziert und vertreibt die Coca-Cola Company im US-amerikanischen Atlanta Erfrischungsgetränke.

Heute ist das Unternehmen rund um den Globus – keineswegs nur mit Coca-Cola – präsent und bezeichnet sich mit rund 62.000 Mitarbeitern selbst als größter Getränkehersteller der Welt. Weniger bekannt ist, dass Coca-Cola auch ein wahrer „Dividenden-Aristokrat“ ist. Die Coca Cola-Aktie zeichnet sich durch ausgesprochene Dividendenstärke aus – und das seit Jahrzehnten.

 

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Durchwachsenes Geschäft mit Zeichen der Besserung

Die Geschäftszahlen sind allerdings durchwachsen. 2017 lag der Coca-Cola-Umsatz bei gut 35,4 Mrd. Dollar. Damit setzte sich ein bereits seit einigen Jahren festzustellende Abschwächung des Geschäftes fort. Sie ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Konsumenten inzwischen weniger zuckerhaltige Getränke nachfragen. Dies wurde von Coca-Cola teilweise „verschlafen“. 2016 hatte der Umsatz noch bei 41,9 Mrd. Dollar gelegen. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verringerte sich entsprechend von 8,6 Mrd. Dollar (2016) auf 7,5 Mrd. Dollar (2017). Das Ergebnis nach Steuern ging von 6,5 Mrd. in 2016 auf knapp 1,2 Mrd. Euro zurück.

Die Umsatzverluste sind nicht nur Folge einer ungünstigeren Geschäftsentwicklung, sondern auch durch Umstrukturierungen bedingt, um den Konzern schlanker aufzustellen und die Ertragskraft zu stärken. Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich das Geschäft positiv entwickelt. Dazu mag beigetragen haben, dass Coca-Cola sein Sortiment inzwischen auf gesündere Getränke ausrichtet. Bereinigt um Sondereffekte sind die Umsätze im ersten Quartal um fünf Prozent gestiegen. Der Gewinn ist trotz Preissenkungen um 16 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar gewachsen. Ob das schon eine Trendwende bedeutet, bleibt abzuwarten.

Ununterbrochen Dividenden seit 1920

Der Kurs der Coca-Cola-Aktie lag zuletzt bei 37,09 Dollar (22.06.2018). Auf Jahressicht bedeutet das einen Verlust von 8,12 Prozent. Dem stehen aber Gewinne in der 3-Monats-Perspektive (+ 6,89 Prozent) und der 5 Jahres-Perspektive (+ 22,54 Prozent) gegenüber. Für Aktionäre, die eine Dividendenstrategie verfolgen, ist Coca-Cola ein Dividendenwert schlechthin. Das Unternehmen schüttet seit 1920 durchgehend Dividenden an seine Aktionäre aus. Dividendenzahlungen erfolgen dabei quartalsweise, was zu einem kontinuierlichen Zahlungsstrom führt.

 2017 bot Coca-Cola mit einer Ausschüttung von 1,48 Dollar pro Aktie eine sehr ansehnliche Dividendenrendite von 3,22 Prozent. Die letzte Dividende in Höhe von 39 Cent wurde Anfang April ausgezahlt – 2 Cent oder 5,4 Prozent mehr als im Quartal zuvor. Es handelte sich um die 56. Dividendenerhöhung in Folge. Dividendenwachstum gehört bei Coca-Cola zum Programm. Vergleicht man die Dividende im Jahr 2007 (0,68 Cent) mit der im Jahr 2017 (1,48 Dollar) , errechnet sich daraus eine durchschnittliche Dividendenwachstumsrate von gut 8 Prozent pro Jahr.

Ein Problem – Auszahlungsquote über 150 Prozent

Es wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen diese Wachstumsstrategie weiter fortsetzt. In diesem Jahr könnten so 1,56 Dollar pro Aktie drin sein. Allerdings schüttet Coca Cola längst mehr aus als es verdient. Die Auszahlungsquote lag 2017 bei über 150 Prozent. Unbegrenzt lässt sich ein solcher Kurs nicht durchhalten. Weiteres Dividendenwachstum wird daher wesentlich davon abhängen, ob auch die Gewinne entsprechend zulegen. Als dividendenorientierter Wert macht die Coca-Cola-Aktie durchaus Sinn für das Dividendendepot.

 

Dein Mario Lüddemann

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