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Politische Börsen haben kurze Beine! Bereits vorige Woche schrieb ich folgendes:

„Egal ob Handelsstreit mit China, Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump oder jetzt der sich zuspitzende Iran-Konflikt, die Börsen in den USA präsentieren sich weiterhin in einer tollen Form.“

Das zuletzt sehr präsente Thema Iran hat sich schon wieder merklich abgekühlt und die amerikanischen Indizes wenn überhaupt nur kurz in Mitleidenschaft gezogen. Es vergeht derzeit eigentlich keine Handelswoche ohne neue Rekordmarken.

Selbst im DAX ist das Allzeithoch vom Januar 2018 bei 12.596 Punkten in absolute Schlagdistanz gerückt. Markttechnischer liegt im DAX ein Aufwärtstrend vor, eine wirklich tolle Trendbewegung sieht für mich allerdings anders aus. Deshalb habe ich in der letzten Ausgabe des Screeningdienstes Engagements in Einzeltitel aus diesem Index vorerst zurückgestellt. Aber:

Ich möchte den deutschen Markt nicht komplett links liegen lassen! Deshalb nehme ich heute u.a. einen Einzelwert aus dem MDAX auf meine Watchliste. Dieser Wert notiert im MDAX, welcher im Vergleich zum DAX einen „schöneren“ Aufwärtstrend aufweisen kann.

Rendite

 

DAX 30: Das Hin und Her im wichtigsten deutschen Börsenindex geht weiter. Markttechnisch bleibt der Aufwärtstrend bestehen, allerdings hat sich die seitliche leicht aufwärtsgerichtete Schiebezone trotz minimal neuer Hochpunkte (siehe Einkreisungen) nicht wirklich auflösen können. Schön wäre es, wenn sich der nächste Hochpunkt im DAX – sofern er denn kommt – von den vorherigen etwas mehr absetzen würde.

Der markttechnische Aufwärtstrend gilt erst als unterbrochen, wenn das Zwischentief vom 6. Januar 2020 bei aktuell 12.939 Punkten unterboten wird. Bis zu dieser Marke bleibt die Großwetterlage sonnig – trotz des nicht gerade schönen Chartbildes. Das letzte Allzeithoch im DAX vom Januar vergangenen Jahres bei 13.596 Zählern ist in jedem Fall nur einen Katzensprung entfernt und sollte mit dem nächsten Aufwärtsschwung überboten werden können.

Im DAX halten wir uns mit Trades noch zurück. Einzeltitel im MDAX oder TecDax reizen hingegen auch jetzt schon.

S&P 500: Aktuell ist keine Eintrübung der Großwetterlage erkennbar. Seit dem 3. Dezember 2019 gab es keine Korrekturphase im Tageschart die länger als zwei Kerzen am Stück ging. Von den 26 Handelstagen seitdem markierte der S&P 500 an sage und schreibe 14 Tagen davon neue Allzeithochs.

Aufgrund dieser Stärke hat sich markttechnisch für uns auch noch kein relevantes neues höheres Tief ergeben. Deshalb ist der Tiefpunkt aus dem Dezember (siehe rote vertikale Linie) auch in dieser Woche weiterhin maßgeblich. Erst darunter – im Futures bei aktuell 3.073 Punkten – gilt der Aufwärtstrend als beendet.

Sollte der Index also einmal ausatmen wollen, hätten die Notierungen zum jetzigen Zeitpunkt gefahrlos rund 7 % Puffer, bevor der Trend in Gefahr geriete.

Rücksetzer dürften also auch weiterhin gute Möglichkeiten bieten, um Long-Trades auf Einzeltitel ins Depot aufzunehmen.

NASDAQ 100: Markttechnisch ist der Aufwärtstrend absolut intakt und stark. Schwäche im NASDAQ-Index? Fehlanzeige! Die im S&P 500 genannten Fakten treffen auch auf das Technologiebarometer zu. Satte 9 % Puffer kann das Barometer bis zu seinem markttechnisch wichtigem Tiefpunkt bei 8.194 Zählern vorweisen.

Erst darunter gilt der Trend als negiert. Sobald sich diese Marke nach oben verschieben sollte, werden wir hier im Screeningdienst oder in unserem Blick auf die Woche darauf eingehen.

Der NASDAQ 100 ist weiterhin unser stärkster beobachteter Index, weshalb wir einen weiteren Einzeltitel aus diesem Barometer unserer Screeningdienst-Watchliste hinzufügen.

Solange das Barometer weiterhin so stark performed versuchen wir als Trader mit sinnvollen Long-Kandidaten Nutznießer dieser Stärke zu sein.



Dein Mario Lüddemann

 

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