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Die Freude des Marktes und damit auch meine ganz persönliche Freude  ist seit der vorigen Ausgabe noch weiter angestiegen, denn die Kurse aller drei von mir beobachteten Indizes – S&P 500, NASDAQ 100 sowie der FDAX – haben sich allesamt weiter nach oben geschoben. Rein nach Markttechnik hat sich auf meinen Charts also nicht viel verändert. Es dominieren weiterhin die Bullen und die Aufwärtstrends bleiben intakt.

Dabei ist das markttechnische Chartbild für den DAX aktuell am spannendsten, da es hier am schnellsten zu einem Kurswechsel kommen könnte. Gleichzeitig bietet es allerdings auch gute Chancen im Vergleich zum Risiko. Mehr dazu in meinem Blick auf die Woche für das deutsche Leitbarometer.

Insgesamt stehen die Zeichen neben der markttechnischen Betrachtung auch bei meinem 6-Phasen-Modell ganz klar auf Grün. Das 6-Phasen-Modell gibt mir einen sehr feinen Einblick auf die aktuelle Stärke und die mögliche Dauer eines vorliegenden Trends. Dadurch erhalte ich eine zusätzliche Bestätigung für mein Trading und kann meine Trade-Frequenz entsprechend anpassen.

Auf die aktuelle Situation bezogen bedeutet das, die momentane Aufwärtswelle so lange zu surfen, wie ich kein gegenteiliges Signal auf meiner Großwetterkarte erkennen kann.

Rendite

DAX 30: Im Editorial hieß es, dass der DAX aktuell der spannendste Markt ist. Der Aufwärtstrend selbst ist sicher nicht der souveränste, wie wir zuletzt auch häufiger erwähnten, aber das Chart-Bild lieferte in den letzten Tage dennoch eine interessante Konstellation:

Im Vergleich zu den zwei US-Barometern hat der DAX eine mehr als drei Kerzen andauernde Kurskorrektur aufs Parkett gelegt. Mit dem Handelstag vom vergangenen Dienstag (14. Januar 2020) drehte der Index bei 13.357 Punkten nach oben und schaffte im weiteren Wochenverlauf ein höheren Hochpunkt im laufenden Aufwärtstrend (siehe Pfeil im Chart).

Zwar fehlt immer noch der dynamische Ausbruch nach oben, aber durch diese Bewegung zieht sich die Schlinge um den Bestand des Aufwärtstrends enger. Denn mit unterbieten des neuen höheren Tiefpunktes bei 13.357 Punkten, wäre der Aufwärtstrend zunächst pausiert. Eben wegen dieser „Enge“ rechnen wir in den kommenden Tagen mit einem klareren Impuls in die eine oder andere Richtung.

S&P 500: Weiterhin wie am Schnürchen läuft der Aufwärtstrend im S&P 500. Zeigte der DAX mit seiner Korrekturbewegung kurzfristig etwas Schwäche, marschierte das breite US-Barometer einfach weiter aufwärts. Dass es dabei abermals etliche neue Rekordmarken gab brauchen wir an dieser Stelle schon gar nicht mehr erwähnen.

Gemäß Markttechnik hat nach wie vor das Korrekturtief von Anfang Dezember 2019 Bestand (siehe vertikale rote Gerade bei aktuell 3.073 Punkte). Seither gab es keine Schwächephase am Markt, die wir als markantes neues höhere Tief festmachen könnten.

Seit diesem Dezember-Tiefpunkt gelang dem S&P in der Spitze ein Zuwachs von rund 8 % in nur 32 Handelstagen. Weiterhin Long-Trades klar zu favorisieren zahlt sich für unsere Trading-Konten aus und bliebt weiterhin das Maß der Dinge. Niemand weiß genau, wann es zu stärkeren Rücksetzern kommen wird. Wir warten deshalb einfach ab bis der S&P 500 eines Tages tatsächlich nachgibt und bewerten die dann vorliegende Situation für unser Trading.

NASDAQ 100: Während der S&P 500 seit seinem Dezember-Tiefpunkt solide 8 % Performance vorweisen kann, ist der NASDAQ 100 bereits den Schritt in den zweistelligen Renditebereich gegangen. In anderthalb Monaten wuchs das Technologiebarometer um satte 12 % an. Über solch eine Rendite, allein auf Jahressicht,  würden viele deutsche Sparer Luftsprünge vollziehen.

Der Aufwärtstrend bleibt solange bestehen, wie die 8.194er-Marke nicht unterboten wird. Diese Marke ist allerdings soweit entfernt, dass es aktuell wahrscheinlicher ist, durch eine mögliche Korrektur mit anschließendem neuen Allzeithoch eine veränderte markttechnische Situation zu erhalten.

Die Technologiewerte sind definitiv ein extrem starkes Zugpferd der US-Wirtschaft, weshalb diese Branche auf unserer Screeningdienst-Watchliste auch seit vielen Wochen sehr ausgeprägt vorhanden ist.

Dein Mario Lüddemann

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