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Während ich diesen „Blick auf die Woche“ schreibe, findet die 90 Tage Intensivausbildung zum Trader in München statt. Das ganze Wochenende haben die Teilnehmer auf der „Trading-Schulbank“ gesessen und Theorie gepaukt, die Märkte gescreent und nach Setups gesucht.

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DAX 30:

Nach dem Bruch des Aufwärtstrend mit dem abtauchen unter die Kursmarke von 13.357 Zählern in der vergangenen Woche gingen wir zunächst von weiteren Abverkäufen aus. Genau solch einen Impuls haben wir uns im DAX gewünscht, da der Index uns in den letzten Wochen (und Monaten) nicht gerade mit Klarheit beglückt hatte.

Als mögliche Auffangmarken brachten wir in der vorigen Ausgabe die 12.880/12.990er-Unterstützungszone sowie die 200-Tage-Linie ins Spiel. Die Unterstützungszone ist am Freitag erreicht worden und konnte zunächst verteidigt werden. Auch die Wocheneröffnung am heutigen Montag überraschte viele positiv.

Nun müssen wir abwarten, ob eine signifikanere Stabilisierung damit bereits angelaufen ist oder ob der DAX nochmal stärker gen Süden abdreht. Unter der Unterstützungszone dürfte der deutsche Aktienindex direkt die 200-Tage-Linie bei aktuell 12.638 Zählern anlaufen. Unsere strategische Ausrichtung der letzten Woche bleibt zunächst weiter bestehen.

S&P 500: Die gute Nachricht ist, dass der Aufwärtstrend weiterhin gültig ist. Die schlechte Nachricht hingegen findet sich im S&P im Abverkauf vom vergangenen Freitag wieder. Denn durch das neue tiefere Tief können wir nun auch markttechnisch von einer Korrekturphase sprechen.

Seit seinem letzten Allzeithoch bei 3337,50 Zählern gab das US-Barometer im Tief um immerhin rund 4% nach.

Bislang ist das für unsere Long-Gewichtung kein Beinbruch, aber als ein kleiner Warnhinweis sollte es schon gelten. Sobald das Zwischentief von 3.181 Punkten unterboten wird, werden wir unsere Long-Aktivitäten zunächst einfrieren. Das bedeutet keine neuen Trades zu eröffnen und im Fall der Fälle lieber die Füße still zu halten.

Der US-Markt steht heute vorbörslich leicht im Plus. Wir sind gespannt, ob ein „Turnaround“ am heutigen Montag erfolgen kann.

NASDAQ 100: Von allen drei in unserer Großwetterlage beobachteten Indizes, begeistert uns seit Monaten der NASDAQ-100-Index am meisten. Es ist einfach das beste Pferd im Stall und beweist dies immer wieder. Betrachten wir einmal ausschließlich die Kerzen seit den entsprechenden Allzeithochs in allen drei Indizes. Hier erkennen wir recht zügig, dass nur das Technologiebarometers kein tieferes Tief im derzeitigen Korrekturmodus aufweist (siehe Einkreisung). Konkret:

Das Tief vom 27./28. Januar wurde sowohl im FDAX als auch im S&P 500 unterboten. Im NASDAQ 100 NICHT! Prozentual ist der Verlust ausgehend vom Allzeithoch zwar sehr ähnlich, charttechnisch strahlt der NASDAQ im Vergleich dennoch eine Extra-Kraft aus.

Das unterstreicht wieder einmal, dass unsere Entscheidung der vergangenen Monate, Aktien aus dem NASDAQ 100 überzugewichten keine schlechte war. Dennoch gilt  auch für diesen Index: Sollte das letzte markante Tief bei 8.911 Zählern unterboten werden, treten wir ein wenig auf die Bremse und halten uns mit neuen Long-Trades zurück.

Dein Mario Lüddemann

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