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Ich habe es in den vergangenen Monaten im „Blick auf die Woche“ immer wieder hervorgehoben: Der NASDAQ-100-Index ist am stärksten und damit zu bevorzugen. Für mich als Aktien-Trader bedeutet das Einzeltitel aus diesem Index zu bevorzugen. Das bedeutet nicht, dass ich keine Aktien aus anderen Indizes mehr trade, aber ich sehe bei Aktien des NASDAQ 100 eine größere Wahrscheinlichkeit auf Erfolg und gewichte auf meiner Watchliste dies deshalb über.

Wie ich in der vergangenen Woche darlegte, war der NASDAQ 100 der einzige meiner drei beobachteten Börsenbarometer, dem der Aufwärtsdreh ohne ein zweites tieferes Tief gelungen ist (vergleiche meinen Beitrag zum Nasdaq aus der vorigen Woche).

Auch auf längere Sicht weiß das wohl wichtigste Technologiebarometer der Welt zu überzeugen. Der markttechnische Aufwärtstrend, den ich seit August vergangenen Jahres verfolge, brachte einen satten Kurszuwachs von 30 %.

Zum Vergleich: Sowohl der S&P 500 als auch der DAX als Performanceindex (also inklusive Berücksichtigung der Dividenden) schafften „nur“ 21 %. Die Betrachtung der Großwetterlage kann für uns Trader also einen enormen Mehrwert für die Rendite bedeuten.

Rendite

DAX 30:

Tatsächlich konnte sich unser deutscher Aktienindex in der vergangenen Handelswoche stabilisieren. Nach dem Test der von uns ins Spiel gebrachten 12.880/12.990er-Widerstandszone liefen die Kurse wieder in Richtung Allzeithoch. Neue Rekordmarken wie in den USA konnten zwar nicht gesetzt werden, aber der DAX ergriff seine Chance, dem markttechnischen Abwärtstrend vorerst zu entrinnen.

Für eine Rückkehr in den Aufwärtstrend muss das Börsenbarometer allerdings nun den Sprung über das Januar-Hoch bei 13.639 Zähler vollziehen. Wir tun allerdings gut daran uns zu erinnern, dass die jeweils neu gesetzten Hochpunkte der vergangenen Monate (siehe Markierung im Chart) allesamt nicht sehr überzeugend und kraftvoll waren. Es bleibt also abzuwarten, ob ein erneuter Ausbruch auf neue Rekordwerte dieses Mal dynamischer vonstatten gehen kann, als in der jüngsten Vergangenheit.

Sollte der DAX keine neuen Hochpunkte markieren können und jetzt wieder südwärts abdrehen, entsteht markttechnisch ein Abwärtstrend, sobald das Januar-Tief bei 12.881 Punkten unterboten wird. Bremsend wirken dürfte die dort liegende Widerstandszone bei 12.880/12990 sowie die 200-Tage-Linie bei derzeit 12.673.

S&P 500: Seit der letzten Ausgabe standen die Indizes ganz im Zeichen einer kraftvollen Aufwärtsbewegung. Der 500 Einzeltitel umfassende S&P machte in nur 4 Tagen die Verluste der zuletzt gesehenen Rücksetzer wett. Vom Korrekturtief bei 3.213 Punkten bis zum heute neu gesetzten Allzeithoch im Future bei 3.365 Zählern sind das immerhin 4,7 % an Kurszuwachs.

Das gibt dem Aufwärtstrend nach Markttechnik neue Kraft und ein regelkonformes neues höheres Tief bei 3.213 Punkten. Solange wie sich der S&P über dieser Kursmarke behauptet, bleibt der Trend uneingeschränkt aufwärts gerichtet.

Für Trader bedeutet das weiterhin ein Marktumfeld, indem ganz überwiegend die Long-Seite gespielt werden sollte. Hierzu empfehlen wir immer den Index nach den stärksten Einzeltitel zu screenen und seinen Fokus wirklich überwiegend auf eben diese Kandidaten zu richten. Ganz genau so, wie wir das Woche für Woche im Screeningdienst tun. Hier kommen ausschließlich die unserer Meinung nach stärksten Trade-Ideen auf die Watchliste.

NASDAQ 100: Schaffte der S&P 500 seit seinem letzten Tiefpunkt 4,7 % an Kurszuwachs, so legt der NASDAQ 100 gar um etwas mehr als 7,4 % zu. Fairerweise müssen wir dazu sagen, dass das US-Technologiebarometer seinen Korrekturtiefpunkt im Vergleich zum S&P bereits rund eine Woche vorher platzieren konnte. Aber auch das ist lediglich ein weiteres Zeichen dafür, warum der NASDAQ 100 für uns aktuell den stärksten Index in unserer „Großwetterbeobachtung“ darstellt.

Bis zum Bruch mit dem markttechnischen Aufwärtstrend hat das Barometer zum jetzigen Zeitpunkt noch rund 7 % Platz. Die maßgebliche Kursmarke dafür sind 8.926 Zähler.

Solange gilt weiterhin Einzeltitel aus dem NASDAQ 100 auf der Watchliste überzugewichten. Die Wahrscheinlichkeit für neue Allzeithochs und damit auch mehr Gewinn-Trades realisieren zu können, ist hier momentan am höchsten.

Dein Mario Lüddemann

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